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Zwei Services der Orderabrechnung im modernen Gewand

Mit ihrem Release 4.30 hat die dwpbank eine der wichtigen Funktionen von WP2 in eine neue, zukunftsfähige Zielarchitektur überführt: Die Geschäftsabstimmung. Das Projekt startete 2013 mit dem Ziel, eine Near-Time-Abstimmung in dezentraler IT-Architektur für die Umsetzung verschiedenster Abstimmanforderungen für die Kunden der dwpbank zu entwickeln. Dabei wurden auch die alten Erfassungsmasken gegen ein modernes Frontend in WPDirect ausgetauscht. „Das neue Tool ist bedienerfreundlicher und erlaubt unseren Kunden vor allem mehr Flexibilität“, freut sich Harald Hähner, Teamleiter des zuständigen Teams Meldewesen & Orderabrechnung. „Während wir in der alten Systemlandschaft die Abstimmergebnisse immer auf Basis der letzten Nachtverarbeitung als manuell erstelltes PDF oder in einer ControlD-Liste angezeigt haben, gestattet das neue System durch die Realtime-Verarbeitung nun die gleichtägige Betrachtung und Bearbeitung von Differenzen direkt auf dem Bildschirm“, so Hähner weiter. Dabei können die Kunden- und Marktseiten individuell gruppiert und eventuelle Differenzen sogar gemäß der hauseigenen Toleranzgrenzen automatisch ausgebucht werden. Deswegen legte das Projekt in der Realisierung auch ein großes Augenmerk auf die Bedienerfreundlichkeit. Die nachgelagerten Funktionen wie Statistiken und Archivierungsvorgänge integrierte die dwpbank in das zentrale Reportingtool WPDynamic. Ein weiterer Schritt in Richtung „papierloses Büro“.

Es ist gängige Praxis in der dwpbank mit einem Piloten in den Geschäftsbetrieb zu starten und danach stufenweise die weiteren Kunden auf die neuen Funktionalitäten zu heben. Die Erkenntnisse aus den ersten beiden Testwochen, in denen die dwpbank ihr Kommissionsgeschäft über das neue Tool abgestimmt hat, waren ein großer Vorteil. Nur wenige Tests sind so gut wie die alltägliche Praxis und die aus dem Piloten gewonnenen Erkenntnisse konnten sehr schnell umgesetzt werden, sodass die Kunden von den ersten Weiterentwicklungen direkt profitierten. Weitere Optimierungen sind noch geplant, da die neue IT-Architektur zusätzliche Prozesssynergien erlaubt.

Auch der Storno-Neu-Service im Umfeld der Orderabrechnungen hat die dwpbank einer Modernisierung unterzogen. „Hier gab es keinen IT-strukturellen Auftrag. Der Wunsch nach Effizienz war das ausschlaggebende Kriterium“, erläutert Hähner. Bislang mussten abgerechnete Wertpapierorders per Faxauftrag an die dwpbank gesendet werden, wo dann die gewünschten Erfassungen vorgenommen wurden. Jetzt hat die dwpbank für bestimmte Geschäftsarten eine Funktion in WPDirect geschaffen, die die Suche nach dem Vordruck im WPInformer, das teils handschriftliche Ausfüllen, das eventuelle Ausdrucken und den Faxversand an die dwpbank ersetzt. Die Anbindung an WPDirect verhindert einen Medienbruch und ermöglicht eine deutlich effizientere Bearbeitung des Auftrags, da mit der einmaligen Eingabe von Daten jeder Auftrag direkt verarbeitet und nicht erst ein Fax auf Reisen geschickt wird. Außerdem wird das ohnehin schon geringe Risiko einer manuellen Fehlerfassung weiter konsequent reduziert. Zusätzlich werden die Papier- und Archivierungskosten auf lange Sicht gesenkt. Mit der neuen Funktion können nur Stückeorders korrigiert werden. Betragsorders, wie zum Beispiel aus Sparplänen sowie Geschäfte mit korrekturbedürftigen, handelsrelevanten Positionen, können nicht über die neue Funktion abgearbeitet werden. Aber auch hier hat sich die dwpbank etwas einfallen lassen: Statt per Fax kann der Auftrag über eine Vorlage in WPTicket an den Fachbereich der dwpbank geschickt werden. Der Papierverbrauch verringert sich und letztlich freut sich die Umwelt.

Beide Funktionen bewegen sich vollständig in der Systemlandschaft der dwpbank und nutzen alle Synergien, die sich daraus ergeben. Seit dem Release 4.31 können alle Kunden mit entsprechender Servicevereinbarung und Berechtigungsfreischaltung die neuen Funktionen in WPDirect nutzen.