Kosten und Risiken der Depot-A-Verwaltung senken

Die dwpbank bietet Sparkassen das BOSC-Modul Depot-A auch für ­SimCorp Dimension (SCD) an; komplettes Outsourcing der Abwicklung möglich.

Das Umfeld des Depot-A-Geschäfts ist derzeit für viele Marktteilnehmer schwierig. Bei extrem niedrigem Zinsniveau funktionieren die klassischen Strategien nicht mehr. Erschwert wird die Lage durch zwei Entwicklungen, die von vielen Kunden als operationelles Risiko und limitierende Faktoren für das Depot-A-Geschäft gesehen werden:

  • zunehmende Regulierung des Depot-A
  • steigende Systemkomplexität

Regulatorische Anforderungen nehmen in Taktung und Umfang stark zu, die Klarheit der Anforderungen leider ab. So werden beispielsweise manche Definitionen von nationaler und europäischer Seite unterschiedlich ausgelegt. Europäische FAQ-Listen und Regelungen sind normalerweise nicht auf Deutsch erhältlich. Oft führen daraus folgende Unklarheiten zu komplexen, teuren und langlebigen Zwischen­lösungen. Ein gutes Beispiel ist die Um­setzung von EMIR (European Market Infrastructure Regulation), die allen Marktteilnehmern viel abverlangt.

Absehbare Entwicklungen sind weitere, teilweise konkurrierende Meldeanfor­derungen sowie neue Anforderungen an die Rechnungslegung, z.B. im Bereich der Wertminderungen und Bestandsbewertung. Auch wird die EU-Bankenaufsicht voraussichtlich zu höheren Prüfungsanforderungen führen. Zudem wird das Depot-A wohl auch von der schon geplanten stärkeren Regulierung von Repo- und Leihegeschäften betroffen sein.

Die Systemkomplexität steigt. Einerseits ist die Regulierungsfülle in der Bedienung und Prozessgestaltung zu bewältigen. Andererseits müssen die komplexeren Produkte richtig in das IT-System eingestellt werden, damit die Folgeverarbeitung korrekt funktioniert. Leicht kann eine Fehleingabe zu fehlerhaften Buchungen führen.

Die Verantwortung der Mitarbeiter in der Depot-A-Bearbeitung erhöht sich ständig bei zugleich steigenden operationellen ­Risiken. Dies wird durch die Tatsache verschärft, dass die System- und Produktkenntnis auch für Vertreter in ausrei­chen­dem Maß vorgehalten werden muss.

Insbesondere für Sparkassen, die SCD als reine Systemlösung einsetzen, fällt die Systemkomplexität stark ins Gewicht. Die individuelle Parametrisierung und Bedienung des sehr funktionenreichen SCD liegen bei der jeweiligen Sparkasse. Dies erhöht deren Abhängigkeit von qualifiziertem Personal.

Um die Komplexität aufzufangen, hat die dwpbank speziell für Sparkassen mit SCD einen BOSC-Baustein für das Depot-A entwickelt. Mittlerweile nutzen Sparkassen aus Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz diesen Service. Diese Dienstleistung, die als BOSC Depot-A/SCD firmiert, bietet einen Full-Service zu SCD in den Bereichen Backoffice und Rechnungswesen. Sie unterstützt das klassische Depot-A (SCD-Modul Fibu & Derivate) und, wenn gewünscht, auch das Emissionsgeschäft (SCD-Modul eigene Emissionen). Insgesamt umfasst das abgedeckte Produktuniversum alle in SCD geführten Geschäfte inklusive Geld- und Devisengeschäfte.

Die Sparkasse hat so die Möglichkeit, die Abwicklungs- und Jahresendprozesse ins BOSC zu verlagern. Sie entlastet sich ­dadurch wesentlich von komplexen Regulierungsthemen und kann in diesen Bereichen auf SCD-Know-how verzichten.

Hauptprozesschritte

Die dwpbank erzielt mit dieser gemeinsam genutzten Leistung im Sinne eines Shared Service Bearbeitungsvorteile im Service Center Wertpapiere und bringt ihr übergreifendes Depot-A-Know-how ein. Im Ergebnis wird eine Prozess-Standardisierung erreicht, die allen nutzt und nicht zuletzt externen Prüfern die Arbeit erleichtert bzw. die Prüfungskosten senkt.

Der Wechsel in die neue Dienstleistung ist für SCD-Nutzer einfach. Aufgrund der gesammelten Erfahrungen hat das Service Center Wertpapiere eine Checkliste entwickelt, die den Übergang in die Nutzung von BOSC strukturiert: vom Erstgespräch zur Bestimmung der genauen Bedürfnisse bis zum Go-Live. So ist ein Wechsel für die Sparkassen mit sehr geringem Aufwand zu bewältigen.