Systemrelevanz der dwpbank – Regulation nutzen

Aktualisierung des Sanierungsplans abgeschlossen

Die Überarbeitung des Sanierungsplans hat die dwpbank Ende 2015 erfolgreich abgeschlossen und damit auch einen qualitativen Fortschritt bei den Steuerungs- und Überwachungsprozessen erzielt. Dies erreicht sie insbesondere durch die Aufnahme weiterer Sanierungsindikatoren. Die kontinuierliche Weiterentwicklung des Sanierungsplans erhöht für die Kundeninstitute die Gewissheit, mit der dwpbank einen zuverlässigen Outsourcingpartner gewählt zu haben.

BCBS 239 Vorstudie und Projekt

Nach der Finanzkrise 2007 wurden mit „BCBS 239 – Risikodatenaggregation und Risikoberichterstattung“ die regulatorischen Anforderungen an eine risikoartenübergreifende IT-Infrastruktur, das Datenmanagement und Risiko-Reporting in Finanzinstituten deutlich ausgeweitet.

In Deutschland wird BCBS 239 voraussichtlich flächendeckend über eine entsprechende Verordnung bzw. über die neue Verordnungsermächtigung in § 25a Abs. 4 KWG bezüglich der Ausgestaltung des Risikomanagements eingeführt.

Die dwpbank startete Mitte 2015 eine Vorstudie zu BCBS 239, um die Anforderungen zu analysieren. Während der Vorab-Validierung werden steuerungsrelevante Kennzahlen anhand strukturierter Bewertungsdimensionen festgelegt und getroffene Planungsannahmen anhand von drei repräsentativen Kennzahlen überprüft. So lässt sich der Aufwand für den Erstellungs- und Abstimmprozess ermitteln. Im nächsten Schritt überprüft die dwpbank den gesamten geplanten Aufwand und erstellt einen detaillierten Umsetzungsplan. Die aktuelle Projektplanung sieht die Einhaltung von BCBS 239 ab 2018 vor. Die angestrebte weitere Standardisierung des Berichtswesens wird gleichzeitig hinsichtlich geeigneter BCBS 239-Kennzahlen für die Risikokommunikation in der Outsourcingkette untersucht. Die dwpbank wird über die konkrete Umsetzung der Anforderungen und den weiteren Fortschritt berichten.

Prüfung gemäß § 44 Abs. 1 KWG

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hatte Mitte September 2015 gemäß § 44 Abs. 1 Satz 2 KWG eine Prüfung des Geschäftsbetriebs der dwpbank angeordnet, die die Deutsche Bundesbank im November vor Ort durchführte. Die feststellungsrelevanten Sachverhalte wurden am 16. Dezember 2015 mit der dwpbank abgestimmt. Der Prüfungsbericht wird voraussichtlich im März/April 2016 vorliegen.

Zur Beurteilung der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsorganisation nach § 25a Abs. 1 KWG umfasste die Prüfung folgende Prüfungsschwerpunkte:

  • Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsorganisation nach § 25a Abs. 1 KWG
  • Prüfung ob die Risikotragfähigkeit regelmäßig in angemessener Form überwacht wird, und ob sichergestellt ist, dass die wesentlichen Risiken durch das Risikodeckungspotenzial laufend abgedeckt und die Risikotragfähigkeit sichergestellt ist
  • Angemessenheit der neuen Aufbau- und Ablauforganisation
  • Angemessenheit der Risikosteuerung des seit 2010 genutzten fortgeschrittenen Messansatzes für operationelle Risiken (AMA)
  • ordnungsgemäße Umsetzung der Mängelabarbeitung aus der MaRisk-Prüfung 2012 mit Schwerpunkt IT

Die Prüfung wurde anhand der Vorschriften des § 25a Abs. 1 KWG in Verbindung mit den Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) vorgenommen.

Die Kunden werden über das Prüfungsergebnis, das kundenrelevante Follow-up sowie den Abarbeitungsstand in bewährter Form über die Kundenportale informiert.