Vorständetagung 2015: Impulse für die Zukunft

Über 100 Teilnehmer von Sparkassen, Privatbanken, genossenschaftlichen Instituten, Landesbanken und sonstige Kunden besuchten die diesjährige Vorständetagung der dwpbank, die Mitte März in Berlin unter dem Motto „Berlin spannt Brücken – Banken zwischen Kerngeschäft und Regularien“ stattfand.

Nicht nur der Austausch auf Augenhöhe stand im Mittelpunkt, sondern auch zahlreiche Referenten gaben wichtige Impulse. Den Auftakt machte Dr. Christian Tonnesen, Vorstandsmitglied der dwpbank. Er sprach über die Vorteile einer Bündelung im Wertpapierservice sowie über die herausragende Expertise der dwpbank auch im Bereich der Erfüllung regulatorischer Anforderungen. Im Anschluss übernahm Dr. Michael Meister, parlamentarischer Staatssekretär des Bundesfinanzministeriums, das Mikrofon und referierte über die bisher erreichte Vertrauensbildung und Schaffung von Stabilität durch die zunehmende Regulierung von Banken. Er warf auch einen Blick auf die weitere Bankenregulation, die zur Diskussion stehende Finanztransaktionssteuer sowie auf die Zukunft der Eurozone. Lars Hille, Vorstandsmitglied der DZ BANK, war sich zwar in weiten Teilen mit Dr. Meister einig, führte allerdings auch die Schwierigkeiten an, denen sich Banken und deren Geschäftsmodelle gegenüber sehen. Gerade in der Balance zwischen Regulierung und fortschreitender Digitalisierung sieht Hille große Herausforderungen.

Helmut Schleweis, Bundesobmann der Sparkassen und Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Heidelberg, widmete sich in seinem Vortrag unter anderem der Frage, ob das Wertpapiergeschäft im hochregulierten Umfeld überhaupt noch lohnenswert ist und wie sich die Konzentration von Kompetenzen innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe positiv auswirkt. Etwas provokativer nahm Dr. Michael Jungblut die Zukunft der Banker und ihrer Branche unter die Lupe. Der langjährige Leiter der Wirtschaftsredaktion des ZDF betrachtete den demographischen wie auch gesellschaftlichen Wandel und ging auch auf die Erwartungen der Bankkunden ein. Den Abschluss des ersten Tages bildete ein Interview mit dem Chefvolkswirt der Allianz, Prof. Dr. Michael Heise, durch das Annette Weisbach, Moderatorin der Veranstaltung, führte. Sie diskutierten über veränderte Anlegerbedürfnisse, Regulation der Bankenbranche, aber auch über die Zukunft der Eurozone sowie die Entwicklung des Aktienmarkts.

oben links: Thomas Klanten; oben rechts: Dr. Christian Tonnesen; unten links: Philipp Riederle;
unten rechts: Podiumsdiskussion

Nach einer vom persönlichen Austausch geprägten Abendveranstaltung setzte Thomas Klanten, Vorstandsmitglied der dwpbank, am Morgen des zweiten Veranstaltungstages den thematischen Rahmen. Er sprach über die Chancen und Risiken des Wertpapiergeschäfts, das auch im Umfeld von regulatorischen Anforderungen, einer Niedrigzinsphase und den Herausforderungen, die mit der fortschreitenden Digitalisierung einhergehen, lohnend gestaltet werden kann. Michael Rüdiger, Vorstandsvorsitzender der DekaBank, griff das Thema auf und ging unter anderem darauf ein, wie in einem solchen herausfordernden Umfeld Asset Management funktionieren kann und wie man einen Mehrwert für seine Kunden schafft. Im Anschluss veranschaulichte Dr. Andreas Martin, Vorstandsmitglied des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken, wie die genossenschaftliche FinanzGruppe mit den Anforderungen der heutigen Zeit umgeht.

Um das Spannungsfeld der Sparkassen zwischen Wachstum und Effizienz drehte sich der Vortrag von Wilfried Groos, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Siegen. Prof. Dietmar Harhoff, Direktor am Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb, legte sein Augenmerk auf die Herausforderungen der Digitalisierung und die damit einhergehenden Implikationen für die Kreditwirtschaft.

Die anschließende Podiumsdiskussion konzentrierte sich vor allem auf den Spagat der Banken zwischen Onlinebanking und Filialnetz. Abgerundet wurde der zweite Tag der Vorständetagung durch den dynamischen Vortrag von Philipp Riederle, Autor und Experte der Generation Y. Er sprach über Social Media, worin er mehr als nur einen Kommunikationstrend sieht und darüber wie diese neuen Medien nicht nur Kultur und Politik verändern, sondern vor allem auch die Arbeitswelt.

Mit vielen neuen Ideen und Eindrücken ging die Vorständetagung 2015 zu Ende. Wir freuen uns jetzt auf unsere nächste große Veranstaltung – das WP-Forum am 18. und 19. Juni 2015 in Fulda.

Nach der Vorständetagung …

… ist vor dem WP-Forum

Auch das diesjährige WP-Forum verspricht viele informative Highlights. Unter dem Motto „Werte, Wege, Wandel – Willkommen beim WP-Forum“ lädt die dwpbank die Leiter Backoffice und Leiter Vertrieb ihrer Kunden am 18. und 19. Juni 2015 nach Fulda ein. Geboten werden unter anderem viele Informationen über die neuesten Entwicklungen innerhalb der dwpbank, in der Regulation sowie im Wertpapiergeschäft allgemein. Insgesamt werden dieses Jahr 26 Workshops und Informationsveranstaltungen angeboten, die von Wertpapierexperten der dwpbank oder externer Aussteller geleitet werden. Aus diesen Veranstaltungen kann jeder Teilnehmer bis zu sieben Themen, die ihn am meisten interessieren, auswählen. Flankiert werden die individuell ausgesuchten Informationen durch Vorträge im Plenum, die auch den Blick über den Tellerrand hinaus werfen. Eine große Messe mit rund 20 Ausstellern macht das Angebot des diesjährigen WP-Forum komplett.