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wpNex: Die Plattform der dwpbank für digitale Vermögenswerte

ca. 4 Minuten

Der Trend zu digitalen Vermögenswerten bleibt trotz der hohen Kursvolatilität weiter bestehen. Kryptowährungen werden derzeit immer stärker akzeptiert und nachgefragt und bieten Anlegerinnen und Anlegern neue Möglichkeiten zur Diversifikation ihres Portfolios. Um Banken und Sparkassen künftig ebenfalls Zugang zu diesen Chancen des Geschäfts mit digitalen Vermögenswerten zu bieten, baut die dwpbank eine neue Plattform: wpNex.

Dr. Heiko Beck, Vorstandsvorsitzender der dwpbank, und Sascha Dölker, Leiter Digitalisierungsmanagement, sprechen im Interview über das neue Angebot.

Herr Dr. Beck, wie kam wpNex zustande?

Die Digitalisierung spielt für die Zukunft des Wertpapiergeschäfts eine ganz zentrale Rolle. Darin stecken Chancen für verbesserte Kundenerlebnisse und für umfassende Lösungen rund ums Depot und Wertpapier – und zwar digital und mit zukunftssicherer Technologie.

Deshalb setzen wir uns intensiv mit neuen technologischen Trends auseinander. Im Jahr 2021 haben wir speziell die Möglichkeiten von Krypto-Technologien analysiert und die Chancen, die damit einhergehen. Auch wenn Kryptowerte auf dem Retailmarkt heute noch eine Nische sind, nimmt die Nachfrage in dem Bereich stetig zu. Auch Technologien wie Distributed Ledger stehen heute noch am Anfang ihrer Entwicklung, haben aber großes Potential und digitale Vermögenswerte werden in Zukunft immer wichtiger. 

Das haben wir schon früh erkannt und deshalb bereits 2016 mit Verbundpartnern begonnen, erfolgreiche Lösungen wie beispielsweise finledger aufzubauen. Mit dieser Blockchain-Plattform werden Schuldscheindarlehen vollständig digital abgewickelt. Auf solchen Erfahrungen bauen wir auf und gehen unseren Weg der Digitalisierung entschlossen weiter.

Egal, wie sich einzelne Kryptowährungen entwickeln: Digitalisierte Vermögenswerte werden künftig immer wichtiger.
Deshalb erweitern wir unser Leistungsangebot in diesem Bereich und richten unser Portfolio stärker auf die Zukunftschancen aus, die sich hier bieten.

Herr Dölker, wie läuft eine Transaktion über wpNex ab?

Mit wpNex bauen wir auf unserer bestehenden Infrastruktur auf. Für unsere Kunden, die im Bereich der digitalen Vermögenswerte aktiv werden wollen, hat das klare Vorteile. Kauft ein Kunde beispielsweise Krypto-Werte, werden diese in ein von der dwpbank verwaltetes Krypto-Konto eingebucht und direkt mit dem entsprechenden Geldkonto verbunden. So können unsere Kunden Orders in Euro-Währung aufgeben ohne vorherige Überweisung auf ein separates Zahlungskonto. Damit fällt das Pre-Funding vollständig weg. Außerdem müssen unsere Kunden dafür weder Prozesse noch Infrastruktur anpassen. Das heißt konkret: Private Anlegerinnen und Anleger können künftig über ihre gewohnte Nutzeroberfläche digital in Kryptowährungen investieren. Die MLP Banking AG hat als erster Kunde das neue Angebot genutzt und über wpNex eine Pilot-Transaktion erfolgreich durchgeführt.

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Marktlage und Regulatorik

Wie sieht es im Retailmarkt im Bereich digitale Vermögenswerte aus? Und welche Meilensteine stehen im Bereich Regulatorik hierfür an? Darüber spricht Sascha Dölker, Leiter Digitalisierungsmanagement

Im Retailmarkt ringen traditionelle Anbieter aufgrund der Geldmengenabgänge zu Kryptobörsen sehr stark um Lösungen.
Diese Lösungen bieten wir unseren Kunden.

Herr Dr. Beck, warum hat sich die dwpbank für die Umsetzung von wpNex als Partnermodell entschieden?

Um unseren Kunden zeitnah eine marktreife und sichere Lösung bieten zu können, haben wir auf ein Partnermodell gesetzt. Mit tradias als Bankhaus-Scheich-Marke und Tangany hat die dwpbank für wpNex Partner gefunden, die auf der einen Seite traditionelle Anlageklassen sehr gut kennen, auf der anderen Seite aber auch eine hohe Expertise im Kryptomarkt mitbringen. Valantic liefert darüber hinaus die Software für Order Routing und Bestandsführung innerhalb der dwpbank-Systeme.

Wichtig bei der Auswahl der Partner war vor allem, dass diese im deutschen Rechtsrahmen reguliert und beaufsichtigt sind. Mit tradias ist ein wohlbekanntes Handelshaus, ein Marketmaker und Liquiditätspool und mit Tangany ein BaFin-lizensiertes Unternehmen für das Thema digitale Verwahrung mit an Bord. Für unser Leistungsversprechen und unser Verständnis von Qualität, Stabilität und Sicherheit war das genau der richtige Weg.

Herr Dölker, digitale Vermögenswerte sind mehr als Kryptowährungen. Wie geht es weiter mit wpNex?

Der direkte Fokus liegt aktuell darauf, das Produkt gemeinsam mit unserem Kunden MLP sicher und stabil für Kunden und für die Bank selbst bereitzustellen. Doch dabei soll es nicht bleiben: wpNex wird schrittweise ausgebaut. Perspektivisch soll es auch den anderen an die dwpbank angebundenen Banken und Sparkassen ermöglicht werden, den regulierten Handel weiterer digitaler Vermögenswerte in ihr Leistungsportfolio für Retail-Kunden aufzunehmen.

Die Tokenisierung von Investitionsgütern wie Kunst, Immobilien oder Oldtimern wird wohl noch etwas auf sich warten lassen. Mit wpNex sind wir aber vorbereitet, weitere Entwicklungen in diesem Markt mitzugehen und unseren Kunden passgenaue Lösungen anzubieten.

Zu den Personen

Dr. Heiko Beck ist seit 2016 Vorstandsvorsitzender der dwpbank. Neben der Koordination des Gesamtvorstands der leitet er das Dezernat für Unternehmenssteuerung und Kundenmanagement.

Sascha Dölker leitet seit 2021 den Bereich Digitalisierungsmanagement der dwpbank.

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